NEUES AUGUSTEUM

Studienalltag auf dem Leibnizforum

Das Campusleben startet wider Erwarten schon relativ früh. Sei es, weil die Nacht beim Lernen in der Bibliothek verbracht wurde, die rund um die Uhr geöffnet hat, oder eine Party eben erst für beendet erklärt wurde. Die pflichtbewussten Studierenden versammeln sich teilweise schon um 7:30 Uhr für die erste Lehrveranstaltungen (und die Morgenzigarette) des Tages vor dem Eingang des Hörsaalgebäudes. Überwiegend starten die Seminare und Vorlesungen zum Glück jedoch erst um 9:15 Uhr; ein humaner Start für den Unterrichtsbeginn an der Uni Leipzig.

Um die Mittagszeit bildet der Campus-Innenhof mit seinen vielen Sitzmöglichkeiten und Hochbeeten dann den perfekten Sammelpunkt für Mensa-Verabredungen. Von 11 Uhr bis 14 Uhr herrscht durchgehend großer Andrang vor der Essensausgabe und ein Sitzplatz im Speisesaal ist schwer erkämpft. Dabei hat die Mensa von Montag bis Donnerstag von 10:45 Uhr bis 19:30 Uhr durchgehend warme Küche zu bieten, nur Freitag und Samstag schließt sie schon 14 Uhr. Sonntag hat auch sie einen freien Tag.

Nach der Mittagspause geht es dann für viele wieder in die Lehrveranstaltungen. Oder zurück in die Bibliothek. Dort heißt es übrigens schnell sein, denn die ca. 550 Arbeitsplätze sind heiß begehrt (und der Weg zur Albertina erscheint nach dem Essen dann doch etwas lang). Vorher wird gern noch eine kleine Wartezeit im Bistro in Kauf genommen um an den belebend guten Kaffee zu kommen.
Beim Blick aus dem Bistro über den Innenhof fällt eine blauweiße Beach-Flag auf, die darauf hinweist, dass der Student_innenRat der Universität seine Türen geöffnet hat und die von den Studierenden gewählten Referentinnen und Referenten darauf warten, den Studierenden bei allen großen und kleinen Problemen rund ums Uni-Leben mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

In den halbstündigen Pausen, in denen sich viele Studierende von der verbrauchten Luft Tausender rauchender Köpfe auf den Bänken im Innenhof erholen, ist auch der Konsum gegenüber dem Seminargebäude ein beliebtes Ausflugsziel für Nervennahrung und gegebenenfalls schon das (erste) Feierabendbier.

18:45 Uhr enden die meisten der Lehrveranstaltungen, und der Campus wird wieder zunehmend leerer und stiller. Nun dient der Innenhof als Treffpunkt für so manches Tete-à-tete. Einige Studierende, die immer noch in der Bibliothek zu Gange sind und die letzten Hausarbeiten des vorherigen Semesters beenden, tummeln sich ebenfalls noch auf dem Innenhof, bis um 22 Uhr die Tore geschlossen werden und die Putzkräfte ans Werk gehen, um die Universität am nächsten Tag wieder blitzsauber an die Studierenden und die Dozenten zu übergeben.