Zeitstrahl

  • 1240

    Westlich des heutigen Augustusplatzes wird St. Pauli als Kirche des Dominikanerklosters geweiht.

  • 1409

    Die Universität Leipzig wird am 2. Dezember mit ehemaligen Prager Magistern und Scholaren im Thomasstift unweit der heute noch bestehenden Thomaskirche gegründet.

  • 1543

    Auf dem Gelände des übereigneten Dominikanerklosters legt die Universität einen Botanischen Garten an und gründet im Mittelpaulinum die Universitätsbibliothek.

  • 1544

    Schlafhaus des ehemaligen Paulinerklosters und Paulinerkirche

    Mit einer Urkunde von Herzog Moritz von Sachsen vom 22. April wird die Schenkung von Gebäuden und Grundbesitz des säkularisierten Dominikanerklosters an die Universität Leipzig endgültig festgeschrieben.

  • 1545

    Die Universitätskirche St. Pauli wird am 12. August von Martin Luther als evangelischer Gottesdienstraum geweiht.

  • 1547

    Der verdienstvolle dreimalige Rektor der Universität Caspar Borner stirbt am 2. Mai in Leipzig und wird in der Paulinerkirche beigesetzt.

  • 1661

    Gottfried Wilhelm Leibniz wird an der Universität Leipzig immatrikuliert.

  • 1687

    Christian Thomasius hält als erster Universitätsprofessor eine Vorlesung in deutscher Sprache.

  • 1765

    1765

    Johann Wolfgang von Goethe beginnt sein Studium an der Universität Leipzig.

  • 1836

    Das von Albert Geutebrück errichtete klassizistische Augusteum wird nach fünfjähriger Bauzeit am 3. August feierlich eingeweiht.

  • 1838

    Augusteum und Universitätskirche St. Pauli nach Albert Geutebrück

    Die Universitätskirche erhält von Albert Geutebrück eine klassizistische Ostfassade mit einer von einem Spitzbogen eingefassten Rosette.

  • 1897

    Der neue Universitätskomplex mit dem von Arwed Roßbach erneuerten Augusteum im Stil der italienischen Neorenaissance und den neu errichteten Gebäuden Johanneum, Albertinum und Paulinum wird am 15. Juni feierlich eingeweiht.

  • 1899

    Augusteum und Universitätskirche St. Pauli nach Arwed Rossbach

    Die Universität begeht am 11. Juni die Wiedereröffnung ihrer von Arwed Roßbach neogotisch umgebauten Kirche St. Pauli.

  • 1906

    Das 1883 auf dem Thomaskirchhof errichtete Leibnizdenkmal wird in den Paulinerhof vor das Bornerianum versetzt. Erstmal werden an der Universität Leipzig offiziell Frauen zum Studium zugelassen.

  • 1943

    Paulinerhof mit Paulinum, Bornerianum und Leibnizdenkmal 1944

    In der Nacht vom 3. zum 4. Dezember werden große Teile des Gebäudebestands der Universität am Augustusplatz zerstört.

  • 1946

    Mit einem Festakt wird die Universität Leipzig am 5. Februar auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration im Filmtheater Capitol wiedereröffnet.

  • 1953

    Der Universität Leipzig wird von der Regierung der DDR am 5. Mai der Name „Karl-Marx-Universität“ verliehen.

  • 1968

    Sprengung der Universitätskirche St. Pauli

    Im Januar wird ein Architekturwettbewerb für den Neubau der Universität ausgeschrieben. Am 23. Mai beschließt die Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan. Nur Tage später – am 30. Mai – wird die Universitätskirche St. Pauli gesprengt. Es folgen Abriss von Augusteum, Albertinum und Johanneum. Die feierliche Grundsteinlegung für den Universitätsneubau findet am 4. Oktober statt.

  • 1971

    Das Hauptgebäude wird am 3. September der Karl-Marx-Universität übergeben.

  • 1973

    Universitätshochhaus und Hauptgebäude der Karl-Marx-Universität am Karl-Marx-Platz

    Das Universitätshochhaus wird am 31. August der Karl-Marx-Universität übergeben.

  • 1990

    Am Dies academicus am 2. Dezember kehrt die Universität zur klassischen Struktur mit Fakultäten und Instituten zurück.

  • 1991

    Die Universität Leipzig legt den Namen „Karl-Marx-Universität“ rückwirkend zum 11. März ab. Das Konzil der Universität wählt am 13. Februar erstmals wieder in freier geheimer Wahl das Rektoratskollegium. Das Studentenwerk Leipzig wird am 1. Juli gegründet.

  • 1993

    Beginn der Neu- oder Wiedergründung zahlreicher ­Fakultäten und Institute

  • 1998

    Installation „Erinnerung an die Sprengung der Paulinerkirche“ von Axel Guhlmann

    In Erinnerung an die barbarische Sprengung der Universitätskirche St. Pauli wird am 30. Mai am Hauptgebäude die „Installation Paulinerkirche“ von Axel Guhlmann angebracht.

  • 2001

    Für den innerstädtischen Campus wird am 27. August ein EU-weiter Architektenwettbewerb zur Neu- und Umgestaltung des innerstädtischen Universitätskomplexes am Augustusplatz ausgeschrieben. Der Wiederaufbau der historischen Universitätskirche St. Pauli gehört ausdrücklich nicht zur Aufgabenstellung.

  • 2002

    In der Preisgerichtssitzung am 22. Mai entscheidet sich die Jury für die Vergabe eines zweiten Preises an den Beitrag des Architektenbüros behet + bondzio aus Münster. Ein erster Platz wird nicht vergeben.

  • 2004

    Die Jury des Architektenwettbewerbs kürt im März den Entwurf des Rotterdamer Architekturbüros Erik van Egeraat associated architecs EEA zum Sieger des Architektenwettbewerbs für das Neue Augusteum und das Paulinum.

  • 2005

    Die Arbeiten für den Um- und Neubau des Universitätscampus beginnen mit der Grundsteinlegung für die neue Mensa am 15. Juli.

  • 2007

    Das Hauptgebäude und die Mensa aus DDR-Zeiten werden abgerissen, der universitäre Betrieb am bisherigen Standort wird im April für zwei Jahre eingestellt.

  • 2008

    Die Baukommission der Universität beschließt am 26. September den Einbau einer Acrylglaswand im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli.

  • 2009

    Seminargebäude am belebten Leibnizforum

    Das Seminargebäude am belebten Leibnizforum

  • 2011

    Foyer des Neuen Augusteums

    Das Neue Augusteum wird am 2. Dezember erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

  • 2012

    Das Neue Augusteum und die oberen Etagen des Paulinums werden bezogen. Die restaurierten vier Regententugenden des sächsischen Bildhauers Ernst Rietschel werden am 10. Mai im Neuen Augusteum aufgestellt. Mit der Innengestaltung des Paulinums wird im Sommer begonnen. Mit Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober beginnt der Studienbetrieb im Neuen Augusteum.

  • 2014

    Der Freskengang mit Wandmalereien des 15. und 16. Jahrhunderts wird am 31. Januar im Durchgang zwischen Neuem Augusteum und Hörsaalgebäude eröffnet. Für den aus der Thomaskirche zurückgekehrten Paulineraltar findet am 2. Dezember die Grundsteinlegung statt.

  • 2015

    Die Schwalbennestorgel im Andachtsraum des Paulinums wird im März spielfähig fertiggestellt.

  • 2016

    Die Jehmlich-Orgel in der Aula des Paulinums wird im März spielfähig fertiggestellt.

  • 2017

    Aula mit Jehmlich-Orgel und Andachtsbereich mit Paulineraltar im Paulinum

    Die Glasverkleidung der hängenden und stehenden Säulen wird im Juli 2017 abgeschlossen. Der Freistaat Sachsen würdigt am 23. August mit einer Bauabschlussfeier die Leistungen aller am Bau Beteiligten, im September gehen Nutzung und Betrieb der des Paulinums auf die Universität Leipzig über. Das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli wird am 1. Dezember mit einer Festveranstaltung eröffnet.